Kirchliche Trauung
Die Entscheidung für eine kirchliche Trauung ist bei den meisten Brautpaaren mit bestimmten Erwartungen und Hoffnungen verbunden...
„Eine Hochzeit in Weiß! Das war schon immer mein Traum. Und deswegen wollte ich schon immer in der Kirche heiraten ... Aber auch, weil für mich `in der Kirche heiraten´ mehr ist als nur standesamtlich verheiratet zu sein.“
Manchmal fällt es den Brautpaaren schwer zu begründen, warum sie kirchlich heiraten wollen. Häufig drücken sie ihre Erwartungen und Hoffnungen so aus:
»... weil die kirchliche Trauung besonders feierlich ist«
Die Höhepunkte des Lebens, wie etwa die Hochzeit, wollen die Menschen festlich begehen. Wenn die Lebenswege zweier Menschen immer mehr aufeinander zulaufen und sich zu einem Weg verbinden, dann ist das Grund zur Freude und Dankbarkeit, zu Fest und Feier – auch mit und vor Gott. Die Hoffnung auf Verlässlichkeit, Endgültigkeit und Treue findet sich in den Zeichen der kirchlichen Trauung bestätigt.
»... weil wir um den Segen Gottes für unsere Ehe bitten«
Junge Paare, die sich lieben und heiraten wollen, leben manchmal in einem Spannungsfeld widerstreitender Gefühle. Hoffnung und Zuversicht, dass ihre Ehe gut wird, wechseln sich ab mit Unsicherheit und Zweifel, ob die Ehe wohl gelingen wird. Der christliche Glaube sagt, dass Menschen nicht alles selbst tun und leisten können. Sie können sich immer auf jemanden verlassen, der »Ja« zu ihnen sagt und ihnen beisteht. Im Glauben heißt diese Zusage Gottes »Segen«.
»... weil der Glaube unsere Ehe fester bindet und sicher hält«
Brautleute haben den festen Wunsch, ein Leben lang zusammenzubleiben. Von der kirchlichen Trauung erhoffen sie sich größere Festigkeit für ihre Ehe. Das Versprechen »vor Gottes Angesicht« und die Zusage Gottes werden täglich in der Ehe gelebt und erneuert: wenn die Eheleute einander vertrauen, miteinander Freude und Leid teilen...
Schritt zur Verbindlichkeit
Eine Beziehung wächst nicht einfach nur so. Nach einer Phase der Orientierung braucht es eine bewusste Entscheidung für die Partnerschaft. Für die Weiterentwicklung bringt dies die Überzeugung: „Wir gehören zusammen.“ Die kirchliche Trauung ist Ausdruck dieses verbindlichen Schrittes.
Informationen zur Vorbereitung Ihrer kirchlichen Hochzeit
Welches Pfarramt ist zuständig?
Nehmen Sie bitte frühzeitig Kontakt mit Ihrem Seelsorger auf. Zuständig für die Trauung ist das Pfarramt, bei dem Braut oder Bräutigam ihren Wohnsitz haben.
Terminabsprache
Besprechen Sie den von Ihnen ins Auge gefassten Termin mit dem Seelsorger, der mit Ihnen die Trauung feiern soll. Fragen Sie rechtzeitig nach, ob die gewünschte Kirche, Kapelle für Ihre Hochzeit zur Verfügung steht.
Welche Unterlagen brauchen Sie?
Die Kirchen verlangen zur Anmeldung der Trauung die Vorlage eines Taufscheins. Dieser wird vom jeweiligen Taufpfarramt ausgestellt. In der katholischen Kirche darf der Taufschein nicht älter als ein halbes Jahr sein. Nichtkatholische Partner brauchen einen Ledigennachweis durch eine Aufenthaltsbescheinigung des zuständigen Einwohnermeldeamtes. In der evangelischen Kirche genügt auch der Eintrag der Taufe im Familienstammbuch. Ferner ist ein Konfirmationsnachweis nötig.
Die kirchliche Trauung kann aus rechtlichen Gründen erst nach der standesamtlichen Eheschließung erfolgen. Vor der Trauung muss deshalb eine standesamtliche Traubescheinigung vorlegt werden.
Traugespräch
Einige Wochen vor dem Hochzeitstermin wird sich der Seelsorger mit Ihnen zusammensetzen und ein Traugespräch führen. Dabei füllt der Seelsorger mit Ihnen ein Formular aus, das die Daten aufnimmt, die später in das Ehebuch Ihrer Kirchengemeinde eingetragen werden. Bei diesem Gespräch geht es um die Bedeutung der kirchlichen Trauung und der christlichen Ehe und was Ihnen selbst daran wichtig ist. Natürlich können Sie auch alles zur Sprache bringen, was um die kirchliche Trauung herum zu bedenken ist: Wie der Gottesdienst gestaltet werden kann, Liedauswahl, Trauzeugen, Musik und anderes mehr.
Ehevorbereitung
Durch die vielen Vorbereitungen, die ein Hochzeitsfest mit sich bringt, bleibt oft wenig Zeit für das Gespräch über die Bedeutung der Trauung für die Partnerschaft. Um diesen Fragen auch im Austausch mit anderen Paaren nachgehen zu können, bietet Ihnen die Kirche Vorbereitungsseminare an. Sie sind herzlich eingeladen, sich für ein solches Angebot Zeit zu nehmen.
Kann man Traugottesdienste selbst mitgestalten?
Dies ist nicht nur möglich, sondern sehr erwünscht. Die Lesung und das Evangelium, Musik und Gesang, Gebete und Texte können die Brautpaare gerne selbst aussuchen. Im Internet finden Sie bei www.hochzeit.bistum-wuerzburg.de unter „Hochzeitsgottesdienst“ eine komplette Broschüre zum Download.
Kann man auch ökumenisch heiraten?
Wenn ein Partner der evangelischen, der andere der katholischen Kirche angehört, gibt es die Möglichkeit, unter Beteiligung von Geistlichen beider Konfessionen in einer Kirche Ihrer Wahl zu heiraten. Wenn das Paar evangelisch heiratet, braucht der katholische Partner eine Dispens (eine Freistellung von der katholischen Eheschließungsform) vom zuständigen Pfarramt, die in der Regel ohne Probleme gegeben wird.
Wenn der Partner nicht christlich getauft ist oder gar nicht an Gott glaubt?
Auch eine Eheschließung mit einem nicht getauften Partner, oder mit jemandem, der nicht an Gott glaubt, kann kirchlich gefeiert werden. Der Seelsorger achtet dann darauf, dass der nicht getaufte Partner bei der Trauung keine Texte sprechen muss, die seinem Gewissen und seiner Religion oder seiner Überzeugung widersprechen.
Und wenn der Partner oder beide schon einmal verheiratet waren?
In diesem Falle muss bei einer vorgesehen katholischen Trauung erst geprüft werden, ob die geschiedene Ehe in kirchlicher Sicht noch gültig ist oder nicht. Dies muss in einem persönlichen Gespräch mit dem Seelsorger geklärt werden. Unter bestimmten Umständen kann ein Nichtigkeitsprozess angestrebt werden.
In der evangelischen Kirche ist die Trauung von Geschiedenen möglich. Voraussetzung dafür ist ein Traugespräch, in dem die Bewältigung der vorangegangenen gescheiterten Ehe mit dem Seelsorger erörtert wird. Die Entscheidung über die Wiedertrauung trifft in der Regel der Seelsorger.
Weitere Informationen rund um das Thema kirchliche Trauung erhalten Sie unter www.hochzeit.bistum-wuerzburg.de im Internet.
Gerne können Sie auch Ihre Fragen per Mail an familienseelsorge@bistum-wuerzburg.de senden oder telefonisch unter 0931/ 38 66 52 30 Kontakt aufnehmen.
Manchmal fällt es den Brautpaaren schwer zu begründen, warum sie kirchlich heiraten wollen. Häufig drücken sie ihre Erwartungen und Hoffnungen so aus:
»... weil die kirchliche Trauung besonders feierlich ist«
Die Höhepunkte des Lebens, wie etwa die Hochzeit, wollen die Menschen festlich begehen. Wenn die Lebenswege zweier Menschen immer mehr aufeinander zulaufen und sich zu einem Weg verbinden, dann ist das Grund zur Freude und Dankbarkeit, zu Fest und Feier – auch mit und vor Gott. Die Hoffnung auf Verlässlichkeit, Endgültigkeit und Treue findet sich in den Zeichen der kirchlichen Trauung bestätigt.
»... weil wir um den Segen Gottes für unsere Ehe bitten«
Junge Paare, die sich lieben und heiraten wollen, leben manchmal in einem Spannungsfeld widerstreitender Gefühle. Hoffnung und Zuversicht, dass ihre Ehe gut wird, wechseln sich ab mit Unsicherheit und Zweifel, ob die Ehe wohl gelingen wird. Der christliche Glaube sagt, dass Menschen nicht alles selbst tun und leisten können. Sie können sich immer auf jemanden verlassen, der »Ja« zu ihnen sagt und ihnen beisteht. Im Glauben heißt diese Zusage Gottes »Segen«.
»... weil der Glaube unsere Ehe fester bindet und sicher hält«
Brautleute haben den festen Wunsch, ein Leben lang zusammenzubleiben. Von der kirchlichen Trauung erhoffen sie sich größere Festigkeit für ihre Ehe. Das Versprechen »vor Gottes Angesicht« und die Zusage Gottes werden täglich in der Ehe gelebt und erneuert: wenn die Eheleute einander vertrauen, miteinander Freude und Leid teilen...
Schritt zur Verbindlichkeit
Eine Beziehung wächst nicht einfach nur so. Nach einer Phase der Orientierung braucht es eine bewusste Entscheidung für die Partnerschaft. Für die Weiterentwicklung bringt dies die Überzeugung: „Wir gehören zusammen.“ Die kirchliche Trauung ist Ausdruck dieses verbindlichen Schrittes.
Informationen zur Vorbereitung Ihrer kirchlichen Hochzeit
Welches Pfarramt ist zuständig?
Nehmen Sie bitte frühzeitig Kontakt mit Ihrem Seelsorger auf. Zuständig für die Trauung ist das Pfarramt, bei dem Braut oder Bräutigam ihren Wohnsitz haben.
Terminabsprache
Besprechen Sie den von Ihnen ins Auge gefassten Termin mit dem Seelsorger, der mit Ihnen die Trauung feiern soll. Fragen Sie rechtzeitig nach, ob die gewünschte Kirche, Kapelle für Ihre Hochzeit zur Verfügung steht.
Welche Unterlagen brauchen Sie?
Die Kirchen verlangen zur Anmeldung der Trauung die Vorlage eines Taufscheins. Dieser wird vom jeweiligen Taufpfarramt ausgestellt. In der katholischen Kirche darf der Taufschein nicht älter als ein halbes Jahr sein. Nichtkatholische Partner brauchen einen Ledigennachweis durch eine Aufenthaltsbescheinigung des zuständigen Einwohnermeldeamtes. In der evangelischen Kirche genügt auch der Eintrag der Taufe im Familienstammbuch. Ferner ist ein Konfirmationsnachweis nötig.
Die kirchliche Trauung kann aus rechtlichen Gründen erst nach der standesamtlichen Eheschließung erfolgen. Vor der Trauung muss deshalb eine standesamtliche Traubescheinigung vorlegt werden.
Traugespräch
Einige Wochen vor dem Hochzeitstermin wird sich der Seelsorger mit Ihnen zusammensetzen und ein Traugespräch führen. Dabei füllt der Seelsorger mit Ihnen ein Formular aus, das die Daten aufnimmt, die später in das Ehebuch Ihrer Kirchengemeinde eingetragen werden. Bei diesem Gespräch geht es um die Bedeutung der kirchlichen Trauung und der christlichen Ehe und was Ihnen selbst daran wichtig ist. Natürlich können Sie auch alles zur Sprache bringen, was um die kirchliche Trauung herum zu bedenken ist: Wie der Gottesdienst gestaltet werden kann, Liedauswahl, Trauzeugen, Musik und anderes mehr.
Ehevorbereitung
Durch die vielen Vorbereitungen, die ein Hochzeitsfest mit sich bringt, bleibt oft wenig Zeit für das Gespräch über die Bedeutung der Trauung für die Partnerschaft. Um diesen Fragen auch im Austausch mit anderen Paaren nachgehen zu können, bietet Ihnen die Kirche Vorbereitungsseminare an. Sie sind herzlich eingeladen, sich für ein solches Angebot Zeit zu nehmen.
Kann man Traugottesdienste selbst mitgestalten?
Dies ist nicht nur möglich, sondern sehr erwünscht. Die Lesung und das Evangelium, Musik und Gesang, Gebete und Texte können die Brautpaare gerne selbst aussuchen. Im Internet finden Sie bei www.hochzeit.bistum-wuerzburg.de unter „Hochzeitsgottesdienst“ eine komplette Broschüre zum Download.
Kann man auch ökumenisch heiraten?
Wenn ein Partner der evangelischen, der andere der katholischen Kirche angehört, gibt es die Möglichkeit, unter Beteiligung von Geistlichen beider Konfessionen in einer Kirche Ihrer Wahl zu heiraten. Wenn das Paar evangelisch heiratet, braucht der katholische Partner eine Dispens (eine Freistellung von der katholischen Eheschließungsform) vom zuständigen Pfarramt, die in der Regel ohne Probleme gegeben wird.
Wenn der Partner nicht christlich getauft ist oder gar nicht an Gott glaubt?
Auch eine Eheschließung mit einem nicht getauften Partner, oder mit jemandem, der nicht an Gott glaubt, kann kirchlich gefeiert werden. Der Seelsorger achtet dann darauf, dass der nicht getaufte Partner bei der Trauung keine Texte sprechen muss, die seinem Gewissen und seiner Religion oder seiner Überzeugung widersprechen.
Und wenn der Partner oder beide schon einmal verheiratet waren?
In diesem Falle muss bei einer vorgesehen katholischen Trauung erst geprüft werden, ob die geschiedene Ehe in kirchlicher Sicht noch gültig ist oder nicht. Dies muss in einem persönlichen Gespräch mit dem Seelsorger geklärt werden. Unter bestimmten Umständen kann ein Nichtigkeitsprozess angestrebt werden.
In der evangelischen Kirche ist die Trauung von Geschiedenen möglich. Voraussetzung dafür ist ein Traugespräch, in dem die Bewältigung der vorangegangenen gescheiterten Ehe mit dem Seelsorger erörtert wird. Die Entscheidung über die Wiedertrauung trifft in der Regel der Seelsorger.
Weitere Informationen rund um das Thema kirchliche Trauung erhalten Sie unter www.hochzeit.bistum-wuerzburg.de im Internet.
Gerne können Sie auch Ihre Fragen per Mail an familienseelsorge@bistum-wuerzburg.de senden oder telefonisch unter 0931/ 38 66 52 30 Kontakt aufnehmen.

